Viele durch das Lkw-Kartell geschädigte Unternehmen haben nach den aktuellen Berichterstattungen bis dato noch keine Ansprüche für Schadensersatz angemeldet. Transportverbände rufen daher auch jetzt, vor Ablauf der nächsten Verjährungsfrist, wieder dazu auf, die Klagemöglichkeit bis Ende Mai 2022 zu nutzen: Im Juni läuft die Verjährungsfrist für den Vertragsschluss in 2007 aus. Es ist also höchste Zeit für Geschädigte, potenzielle Schäden zu evaluieren!

 

Sachlage im Lkw Kartell

 Anfang 2021 vermeldete der Dachverband der europäischen Fahrzeughersteller (ACEA), dass sich rund 6,2 Millionen mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge innerhalb Europas im Straßenverkehr befänden. Aus dieser Momentaufnahme heraus lässt sich erahnen, dass eine hübsche Schadenssumme zusammenkommt, wenn Hersteller von Lkw Preise über 14 Jahre hinweg absprechen. Die EU hat festgestellt, dass Käufer der am Lkw-Kartell beteiligten Hersteller MAN, Daimler, Iveco, Volvo/Renault, DAF und Scania je Fahrzeug zwischen 7.000 – 10.000 EUR zu viel gezahlt haben.

Es ist keine kleine Aufgabe, diesen Schaden sowohl im Einzelfall als auch für Flotten nachzuweisen. Trotzdem haben viele Geschädigte zwischenzeitlich Schadensersatzklagen geführt. In 2020 waren laut Bundeskartellamt schon mehr als 400 Lkw-Kartell-Schadensersatzklagen in erster und zweiter Instanz anhängig. Insgesamt forderten Speditionen, Logistik-Unternehmen, Kommunen und Bauunternehmen damals schon rund 420 Millionen Euro Schadensersatz ein. Nach den ersten Erfolgen vor den Gerichten wartete im September 2021 allein die Deutsche Bahn auf eine Schadenregulierung in Höhe von 500 Mio. Euro.

 

So kann Ihnen inserve bei Schadensersatzansprüchen im Lkw Kartell helfen

 Viele Geschädigte scheuen Kosten und Mühen für eine Durchsetzung ihrer Schadensersatzansprüche auf Grund der komplexen Datenbeschaffung. Wir bei inserve haben uns darauf spezialisiert, bei der Datenerhebung zur Schadenssubstantiierung zu unterstützen. Prozessbeteiligte können einen Großteil der Herausforderungen im Dokumentenmanagement an uns auslagern.

In vielen Kartellen, Lkw-Kartell, Pflanzenschutzmittel-Kartell, Rundholz-Kartell und Zucker-Kartell, haben wir unsere KI-Plattform für Intelligent Document Processing (IDP) sowie umfangreiche, spezialisierte und praxiserprobte Services zum Einsatz gebracht. So können Rechtsexperten und Ökonomen sich auf Ihre Kernaufgaben konzentrieren.

Wir bei inserve nutzen eine KI-basierte Plattform zur Verarbeitung komplexer Dokumenten- und Datenbestände. Seit 6 Jahren unterstützen wir Kanzleien, Gutachter, Syndizi und Prozessfinanzierer vorrangig in Kartellverfahren, Schadensersatz- und Massenverfahren. Große Dokumentenmengen und -bestände werten wir zielgerichtet aus und überführen diese strukturiert in die erforderlichen Datenmodelle. Die Ergebnisse für Klage (oder Abwehr) liegen gerichtsfest vor.

Zu unserem Full-Service gehören Dokumenten-Logistik, Digitalisierung, KI-basierte Datenerfassung, Validierung, Verfahrensdokumentation und Qualitätssicherung. Am Ende liegen die Informationen gerichtsfest vor: Die Verfahren der Verarbeitung sind dokumentiert, die Einzeldaten und Entitäten mit dem Originaldokument verknüpft.

Konkret können beispielsweise Kauf- oder Leasingverträge, Rechnungen, Ausstattungsdetails, Fahrzeugscheine und behördliche Dokumente in kurzer Zeit ausgewertet und die Daten der schadenbestimmenden Faktoren bereitgestellt werden.

Sind Sie an der Ermittlung eines Schadensersatzes beteiligt?

Ob Prozessfinanzierer, Gutachter/Ökonomen oder Rechtsanwälte – wir unterstützen Sie beim Einsatz von künstlicher Intelligenz in Schadensersatzklagen. Wie das geht, zeigen wir anhand von Praxisbeispielen in unserem Web-Seminar.

Projektvorgehen im Lkw Kartell

Wir koordinieren bei Bedarf die Dokumenten-Logistik und die Digitalisierung von Dokumenten mit ausgewählten, verlässlichen Partnern oder Ihrem bewährten Dienstleister:

  • Sammlung der relevanten Unterlagen
  • Digitalisierung physischer Aktenbestände und nicht maschinenlesbarer Digitaldokumente

Dann integrieren wir sämtliche Datenquellen manuell oder über Schnittstellen in die IDP-Plattform und verarbeiten diese mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning Modulen:  

  • Clustering, um relevante Dokumente zu identifizieren und von den irrelevanten zu trennen
  • Trennung der vorliegenden Stapel in Einzeldokumente
  • Strukturierung in relevante Belegtypen: Klassifizierung der Stapel, Dokumente und Seiten bspw. in Verträge, Rechnungen oder Fahrzeugscheine
  • Extraktion von Kopf-, Fuß- und Positionsdaten nach dem abgestimmten Datenmodell, um die gutachterlichen Tätigkeiten optimal zu unterstützen
  • Validierung der Daten auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Konsistenz, um Gerichtsfestigkeit sicherzustellen
  • Bereitstellung der Dokumente und Informationen für Anwälte, Gutachter und Finanzierer

 

Wirksame Informationsgewinnung aus dokumentenbasierten Prozessen mit KI 

inserve steht Ihnen als leistungsfähiger und verlässlicher Partner bei der Mammutaufgabe „Kartellschadensersatz“ zur Seite. Wir haben bereits in vielen Verfahren Erfahrung gesammelt und lernen immer weiter hinzu.

Mit unserer KI-Plattform für Intelligent Document Processing (IDP) und den umfangreichen, spezialisierten und praxiserprobten Services waren wir beispielsweise im Schadensersatz für Lkw-Kartell, Pflanzenschutzmittel-Kartell, Rundholz-Kartell und Zucker-Kartell tätig. Dabei arbeiten wir Hand in Hand mit starken Partnern, Juristen, Ökonomen und Finanzierern, damit sich die entstandenen Schäden erfolgreich herleiten lassen.

Sprechen Sie uns an und lassen Sie sich in einem kurzen Erstgespräch beraten, wie wir Ihren speziellen Anforderungen mit unseren Lösungen gerecht werden. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Demo-Termin im Formular.